Tagebuch vom 1.4.2003 bis 31.4.2003 4.4.2003 Stürmische Krötenzäune und Ladys Tod
Die letzten
Tage waren etwas chaotisch, drum fand ich keine Zeit für Euch.
Am Mittwoch haben wir den Amphibienschutzzaun nicht nur weitergegeben,
sondern auch beim Aufbau geholfen. Da diese Leute keine Ahnung davon
hatten, war der Aufbau etwas schwierig, zumal wir heftigem Sturm ausgesetzt
waren und uns der Zaun dauernd wieder um die Ohren flog. Mit 7 Leuten
haben wir fast drei Stunden gebraucht und ich erinnere mich an Jahre,
da haben wir es mit 5 Leuten in einer Stunde geschafft. Bis es dunkel
wurde, haben wir mit dem Zaun und den Anfängern gekämpft *g*.
Nun steht er jedenfalls und ich habe erst wieder damit zu tun, wenn
er abgebaut wird. Der Zaun ist im Eigentum unserer Naturschutzbund-Gruppe
und wir werden ihn dann wieder einlagern. Nicht mehr in unserem örtlichen
Feuerwehrhaus, sondern in einem alten Transformatenhäuschen, das
wir seit einigen Jahren in unserem Besitz haben. Diese Häuser werden
gerne von Naturschützern übernommen, denn sie eignen sich
vorzüglich für Schleiereulenkästen, Fledermausquartiere
und Schwalben. Sie geben den Tieren eine Heimat, die sie in den modernen
Häusern der Menschen nicht mehr finden. Und dort ist ausserdem
noch viel Platz für den Zaun.
Wenn Ihr wissen wollt, wie so ein Transformatorenhäuschen aussieht, seht unter http://www.nabu-hanstedt.de nach und dann unter "Arbeitskreise" "Vögel" - dort ist ein Foto von diesem Transformatenhaus.
Und gestern hat Ladys Lebensgeschichte ihr endgültiges Ende gefunden (siehe Rubrik "Galloway" und dann "Ladys Lebensgeschichte"). Gestern abend wurde sie eingeschläfert und heute früh abgeholt. Eine traurige Angelegenheit für uns, aber irgendwie sind wir froh, dass es nun vorbei ist. Da sie nicht erneut tragend war, hatten weder wir noch sie selbst ihren Sohn "Trust" abgesetzt und wir hatten schon Bedenken, ob er nun zu schreien beginnt, wenn er kein Milchfrühstück bekommt. Aber er ist schon 11 Monate alt und scheint keine Probleme zu haben, dass seine Mutter nun nicht mehr da ist. Jedenfalls war er ruhig heute morgen.
Nach einigen ungemütlichen Tagen scheint nun heute die Sonne wieder und wir werden sehen, was das Wochenende bringt... "Sambucca" scheint kurz vor ihrer Kalbung zu stehen!
6.4.2003 Sambucca's Kälbchen wurde geboren - Fotos in der Rubrik "Galloway"
Heute ist Sonntag und "Sambucca" hat in der Nacht ein weibliches (!!!) Kälbchen geboren. Ganz unspektakulär ist zum Glück alles in Ordnung, es hat bereits getrunken und läuft in der Herde mit. Sambucca ist die graue Mischlingskuh. Vor zwei Jahren bekam sie den grauen "Tiramisu" und im letzten Jahr hatte sie ein schwarzes Kälbchen. Insofern war es spannend, was nun dieses Jahr herauskommt. Und???? Es ist grau!! Ein weiterer Farbtupfer in unserer kleinen Herde und umso grösser ist die Freude, dass es weiblich ist, denn wir hatten in den letzten beiden Jahren von allen Kühen nur männliche Kälber.
Auf der Seite "Galloway" sind zwei aktuelle Fotos zu sehen. Und dann geht die Suche nach einem Namen los. Er sollte mit "S" anfangen. "Sarah" und "Sina" hatten wir schon mal, also: Wer spielt mit?
7.4.2003 Namen für Sambuccas Kälbchen
Na, Ihr seid
ja wirklich lieb und gebt Euch Mühe mit der Namensfindung.
Ich persönlich tendiere zu Salome, Selina oder Sofia. Die anderen
Namen wie Sissi, Susi, Saskia, Solveig, Silvia usw. usf. sind mir irgendwie
zu menschlich. Dann denke ich immer an irgendjemand, die ich kenne,
und was tu ich, wenn das Tierchen eines Tages zum Schlachter geht??
:-) Wobei das so schnell nicht passieren wird, denn wir freuen uns sehr,
dass wir ein zweites weibliches graues Tier haben, schliesslich ist
Sambucca nicht mehr die Jüngste. Die Mutter von Sambucca hiess
übrigens Samantha, also DER Name war auch schon mal!!
Nun habe ich das aber nicht allein zu entscheiden, denn erstens hat mein Mann noch ein Wort mitzureden und zweitens ist es ja nicht so, dass in Deutschland nicht alles bürokratisiert wäre. Es gibt nämlich einen Namenskatalog für Kühe, denen Nummern zugeteilt sind. Damit bei der Meldung (eine Kuh hat schliesslich einen Rinderpass und muss an verschiedenen Stellen gemeldet sein, so gehört sich das jedenfalls!) alles etwas einfacher ist. Eure Namensvorschläge stehen fast alle in diesem Buch drin, aber Samarskita ist nun wirklich zu abenteuerlich *grins* - obwohl die Bedeutung "metallisch glänzend" auch nicht schlecht ist.
Wir werden
spätestens übermorgen entscheiden, wenn das Kleine seine Ohrmarke
bekommt. DAS gehört leider auch zur Rinderbürokratie.
Jedenfalls geht es dem Kleinen gut, heute ist es schon über die
Weide getobt und wir haben Meldung aus dem Dorf bekommen, dass wir ein
Kalb bekommen hätten. Na sowas... als wenn wir das nicht selbst
merken würden *hihi*.
Sonst kann ich nichts weiter berichten, ausser dass die Sonne scheint und es nach wie vor saukalt ist.
9.4.2003
"Es" hat einen Namen!
Also, Ihr wollt endlich den Namen wissen?? Wir hatten noch mehr Vorschläge, schliesslich gibt es immer noch Menschen, die sich einfach nicht trauen, in ein Forum zu schreiben *g* und dann gibt es auch noch Menschen in unserer ganz realen Umgebung. Es gab noch viele abenteuerliche Vorschläge von "Sangria" (passt ja zu "Sambucca") über "Schnuffi" bis hin zu "Sex on the Weide" *ähem*. Nachdem also insgesamt 4x "Selina" gewählt wurde, haben wir uns nun dafür entschieden. Ich hoffe, die anderen Namensgeber sind nicht enttäuscht und Ihr seid beim nächsten Kalb genauso fleissig :-)
Vom gestrigen Tage sind nun ein paar Fotos auf der "Gallowayrubrik", wo Selina nun auch mal aufrecht steht. Sie ist putzmunter und die Kälte macht ihr nichts aus.
Und zum Reiten
ist es mir zu kalt, ich bin innerlich schon auf Frühling gepolt
und weigere mich, in meinen Winterthermostrampelreitanzug zu steigen.
Also kann ich davon nichts berichten. Als ich aber heute an der Weide
war, hat doch tatsächlich ein Auto angehalten und diese beiden
Figuren wollten "Gerpla" und "Hausti" kaufen. Ideen
haben die Leute *tzzzz*. Sie fanden, die hätten genau die richtige
Grösse für ihre Kutsche. Hab ich wahrhaftig noch nie gehört,
dass jemand Pferde kaufen will nach der Grösse, ganz egal welche
Rasse und Eigenarten das Pferd hat. Im ersten Moment dachte ich, sie
wollten mich nur aushorchen über die Pferde. Aber das schien nicht
so, es war ihnen gar nicht klar, dass sie Isländer vor sich hatten.
Jaaa, klar kann man mit Isländern auch Kutsche fahren, aber primär
besitzt man Isländer, um die Gangart "Tölt" zu reiten
und die darf ein Pferd vor der Kutsche nicht gehen. Es muss vor der
Kutsche traben und nicht tölten. Also warum ein viergängiges
Pferd kaufen, wenn man ohnehin nur Kutsche fahren will? Totaler Quatsch
:-) Wenn Ihr aber nun wissen wollt, wieso ein Isländer vor der
Kutsche nicht tölten soll, dann verrate ich Euch das nicht, denn
das würde eine wissenschaftliche Abhandlung über Gangarten
bei Pferden geben und dazu habe ich keine Lust *hihi*.
Lieber gehe ich jetzt "Selina" taufen.....
12.4.2003 Löwenzahn im Blumengeschäft und eine dumme Kuh
Ich wurde gefragt, wie so eine Kälbertaufe vonstatten geht. Also: Das erschöpft sich eigentlich beim Köpfen einer Flasche für die freudigen Besitzer. "Selina" bekommt nur die grässlichen Ohrmarken, da sie nun eine amtliche Nummer mit zugeordnetem Namen hat. Und "Sambucca" hätte sich vielleicht über einen Strauss Löwenzahnblumen gefreut.... aber die krieg ich so schlecht hier im Blumengeschäft *g* und auf unseren Wiesen wachsen sie noch nicht. Wobei ohnehin noch nicht sehr viel wächst hier in Norddeutschland, denn durch den erneuten Kälteeinbruch gab es einen Wachstumsstillstand. Ab heute ist es wieder sonnig und es soll täglich wärmer werden. Also hat der Flieder nun auch schon erste Knospen und die Weidenkätzchen öffnen sich nun auch langsam.
Die weiteren Kälber scheinen auf sich warten zu lassen, Zeit haben sie noch bis Mitte Mai. Die Jungtiere vom letzten Jahr laufen immer noch bei ihren Müttern, bis auf einen wurden sie aber von den Kühen abgesetzt. Die Kühe machen das kurz vor der Geburt meistens selbstständig, sie treten ihre Nachkommen weg, damit ihr kommendes Kalb genügend Milch hat. Aber "Lucia" - die dumme Kuh *g* - hat das nicht getan und lässt ihren einjährigen Sohn immer noch trinken. Wir werden eingreifen und ihn auf die Bullenweide bringen, denn es wäre nicht gut, wenn er nach der Geburt immer noch trinken würde. Das schadet zwar weder Leib noch Leben und kommt auch öfter mal vor, aber das Neugeborene würde zu wenig Milch bekommen und das ist für die Entwicklung nicht gut. Also müssen wir den Jüngling zum Erwachsenwerden zwingen.
15.4.2003 Gebrülle am Abend und Frühlingsdurchbruch
Gestern abend haben wir zwei von den letztjährig geborenen Galloways von ihren Müttern abgesetzt. Der eine, weil er mit seinen 13 Monaten noch immer an der Zapfanlage hing und der andere als Gesellschafter. Das war ein ganz schönes Gebrülle gestern abend *uiii*, aber heute morgen haben sich beide beruhigt und fressen in Frieden vor sich hin. Aus Weide- und Herdentechnischen Gründen müssen sie dort erstmal vier Wochen zu zweit stehen, noch wächst zum einen nicht genug Gras und zum anderen haben wir auch keine Lust, ständig mit dem Anhänger von hier nach da und dort zu gurken. Das ist halt alles zeit- und nervenaufreibend, nennt sich übrigens neudeutsch "Herdenmanagement" bzw. "Weidemanagement". Wie die Bauern wohl früher zu sowas gesagt haben??
Jedenfalls werden sie in ca. vier Wochen weitere Gesellschaft von drei männlichen Tieren bekommen. Bis dahin haben wir jetzt drei Weiden zu versorgen und der morgendliche Kontrollspaziergang ist etwas umfangreicher geworden. Macht aber nichts, das Wetter ist schön, überall verschafft sich die Natur ihren Frühlingsdurchbruch und man kann eine Menge Tiere sehen - Rebhühner, Hasen und Rehe und natürlich viele Vögel beginnen ihr Nest- und Brutgeschäft.
Die drei verbleibenden Kälber haben wohl noch keine Meinung, das Licht der Welt zu erblicken. Ich bin gespannt, ob wir statt Ostereier Kälber auf der Wiese finden *g*. "Selina" ist putzmunter und es ist immer wieder eine Freude, wie aktiv so ein kleines Kälbchen ist, schliesslich ist sie gerade mal eine Woche alt.
17.4.2003 Heute mal eine Geschichte für PC-Freaks :-)
Mir hat ein
guter Geist eine Digitalkamera geschenkt, sie ist drei Jahre alt und
für mich als Anfänger sicher ein ideales Übungsobjekt.
Immerhin hat sie auch schon 1,2 Mio. Pixel.
Der gute Geist meinte, ich bräuchte "nur" mindestens
Windows98, einen USB-Anschluß und ein Ladegerät für
Akkus (so was heisst übrigens auch Sekundärbatterie
wie ich mittlerweile weiss). Na, kein Problem, haben wir doch
alles!!!
Erst mal war das Päckchen mit der Digitalkamera sage und schreibe sechs Tage quer durch Deutschland unterwegs, ob die Postler damit ihre Fotos gemacht haben?? Wer weiss? Dann kam sie endlich *juchhuu am 8.4.03* gleich wurden die Akkus reingemacht und geguckt, wie man das erste Bild schiesst. Nach 5 Fotos waren die Akkus leer .... Mein Ladegerät hatte ich noch nicht gesucht, weil ich es irgendwann mal im Sonderangebot gekauft hatte, nie benutzt und an sicherer Stelle deponiert hatte. Das hab ich also nicht gefunden. Hmmmm....... Naja, erstmal gewartet, bis der technisch versierterte Ehemann nach Hause kommt. Gemeinsam die CD fürs Programm installiert. Gemeinsam die vier anderen beiliegenden Akkus in die Kamera gemacht. Programm startet, Kamera hängt am PC und zeigt dies auch an und bricht ab. Und bricht ab und bricht ab und bricht ab. Nur nicht aufgeben bei PC-Problemen, gell...
Telefoniert mit einem PC-Genie, das gesagt hat, wahrscheinlich haben wir nicht den richtigen Treiber. Stundenlang im Internet gesucht und diverse Treiber gefunden und runtergeladen, trotzdem ohne Erfolg.
Ob man es
mal am anderen PC probiert??? Schwupp, das Programm ist drauf, die fünf
Fotos ebenso. Na, wenigstens funktioniert es theoretisch. Macht aber
wenig Sinn, wenn ich auf dem zweiten PC die Fotos habe und jedesmal
über Diskette mir die Fotos hierher auf diesen PC holen muss. Oder
ich muss mir selbst eine Mail schicken von PC zu PC mit Anhang von den
Fotos. Ja, DAS wäre eine Idee... :-)
Der Verdacht keimte auf, dass es an meiner Windows-Version liegt, es
ist nämlich eine andere als die auf dem anderen PC.... aber die
Nacht schritt voran und unsere Probleme wurden nicht kleiner.
Mittlerweile schrieben wir den 11.4.03 - das Problem mit dem falschen Treiber wurde erstmal vertagt und wir wendeten uns dem Akkuproblem zu, damit ich überhaupt Fotos machen konnte. Mein Ladegerät hab ich erstmal nicht gefunden. Also am nächsten Tag ab ins Dorf und bei Freunden die Akkus ins Ladegerät gehängt. Nach zwölf Stunden abgeholt, drei Fotos gemacht und die Akkus waren leer. Wieder hin zu den Freunden nun hiess es, ein Akku sei kaputt, der habe immer noch rot gezeigt, als die anderen schon grün zeigten. Ja, und wieso hat mir eigentlich nie einer gesagt, dass man Batterien nicht durcheinander in der Hand rumträgt, also dass die Pole sich nicht berühren dürfen??? Von meinen Eltern hab ich das jedenfalls nicht gelernt... *g*
Um zu probieren, ob es wirklich an den Akkus liegt, bekam ich von unseren Freunden im Dorf vier Akkus aus deren Digitalkamera geliehen und schoss freudig am Sonntag, dem 12.04.03 einige Fotos, ohne dass die Akkus leer wurden.
Na gut, also am 14.4.03 erstmal neue Akkus gekauft, vier Stück für 15 EUR. Vorher habe ich intensiv im Internet recherchiert, was überhaupt eine Nickel-Cadmium-Batterie und eine Nickel-Hydrid-Batterie ist. Weil: mittlerweile hatte ich nämlich das Ladegerät gefunden, dass ich vor vielen Jahren für 10 DM im Sonderangebot gekauft hatte. Und im Internet steht, dass man nur noch Nickel-Hydrid-Akkus kaufen soll, weil die Nickel-Cadmium-Akkus die Umwelt zu sehr belasten und dass man beim Kauf eines Ladegerätes darauf achten soll, dass es nicht NUR für Nickel-Cadmium-Akkus ist, weil das ist nämlich wertlos... kein Wunder, dass es damals im Sonderangebot war, so eines ist es nämlich reif für den Sondermüll *seufz*.
Meine Freunde
im Dorf machten den Vorschlag, mir ein ordentliches Ladegerät zum
Geburtstag zu schenken, nur: der ist erst am 5. Juni.... Ich hab das
Geschenk gestern (am 16.4.03) bekommen, das Geschenkpapier und die Schleife
dazu soll ich dann am 5. Juni erhalten.
Nun kann ich also endlich fotografieren, ohne dass die Akkus nach 5
Fotos leer sind.
Und auf meinem PC???? Man könnte natürlich auf die Idee kommen, auf meinen PC eine andere passendere Windows-Version zu installieren, aber wer garantiert mir, dass dann alles andere noch funktioniert? Wie heisst es so schön unter PC-Wissenden: Never change a running system. Und mein System rennt so schön, ohne dass es was zu meckern gibt!!!
Am Dienstag hatte ein anderer PC-Wissender die Idee, ein Kartenlesegerät zu bestellen, dann sei es nämlich wurscht, welche Windows-Version man habe, einen Treiber brauche man auch nicht. Und ein Netzgerät für die Kamera ebenso wenig (was ich auch extra kaufen müsste für 51 EUR). Sondern man nimmt einfach die Speicherkarte aus der Kamera, steckt sie in das Kartenlesegerät, das am PC angeschlossen ist und dann soll es funktionieren. Er hat es für uns bestellt im Internet, soll 18 EUR kosten. Leider ist es noch nicht gekommen, ich bin gespannt, ob diese unendliche Geschichte noch bis Ostern ein gutes Ende nimmt. Darauf warte ich jetzt erstmal und bitte darum, mir nicht noch weitere Lösungsvorschläge zu unterbreiten. Ich wollte Euch nur an meinen Problemen teilhaben lassen. Sollte es tatsächlich so sein, dass ich ein Foto mache, es mittels Kartenlesegerät auf den PC bekomme und auf meine Homepage stellen kann - und das innerhalb einer halben Stunde, so wie sich das gehört - seid Ihr die Ersten, die es erfahren werden *hihi*.
Trotz alledem: Leben besteht aus beständigem Lernen und darum..... Dem Schenker der Digitalkamera, den Schenkern des Ladegerätes und dem Besteller des Kartenlesegerätes jedenfalls trotzdem schon mal ein herzliches DANKE - was täten wir Dummbüdels nur ohne Euch?? :-)
18.4.2003 Guten Tag am Karfreitag !
Es ist zwar heute Feiertag und wie ich gestern hörte, ist in der Schweiz das Traktorfahren an solch einem Feiertag verboten (das nennt sich nämlich: "erhabener Feiertag"), aber wir haben dennoch einige Wiesen abgeschleppt. Schliesslich leben wir nicht in der Schweiz, sondern in der norddeutschen Diaspora :-)
Natürlich darf man auch bei uns in Norddeutschland am Feiertag keinen Rasen mähen oder die Kreissäge betätigen, aber landwirtschaftliche Arbeiten werden sehr wohl toleriert. Sogar Wäsche darf man hier Sonntags aufhängen, ohne dass man einen schlechten Ruf bekommt *haha*. Da das Wetter hier sehr unkalkulierbar ist, muss man es nutzen, wie es kommt. Und der liebe Gott hat ganz bestimmt nichts dagegen, oder glaubt Ihr das wirklich??? Wenn er wollen würde, dass wir am Sonn- und Feiertag ruhen, täte er uns nicht so einem unkalkulierbaren Wetter aussetzen, sondern er würde die Woche über immer die Sonne scheinen lassen und es am Wochenende regnen lassen. Das wäre nämlich das Ideale für die Landwirte *g*. Wobei das nun gerade für die "fremdarbeitende" Bevölkerung nicht so lustig wäre *hihi*. In der Erntezeit fahren hier die Traktoren sogar Tag und Nacht am Wochenende, um die riesigen Flächen, die es hier in Niedersachsen gibt, abzumähen.
Um Euch auf Ostern einzustimmen, hab ich meine Rubrik "Diverses" aktualisiert *hihi* und übrigens könnt Ihr unter http://www.storchennest.de sehen, dass der erste Storch gestern in Vetschau eingetroffen ist und sehnsüchtig seiner Liebsten (oder: ihres Liebsten) harrt. Ist ja irgendwie auch irre, stellt Euch mal vor, Ihr trennt Euch nach jedem Nachwuchs von Eurer Liebsten, geht nach Afrika, kommt wieder zurück und habt Sorge, ob die Liebste überhaupt wiederkommt. Sie könnte in Italien auf dem Teller gelandet sein, in Afrika abgeschossen worden oder in Deutschland an einem Hochspannungsmast verreckt sein. Hoffen wir, dass der Partner (oder die Partnerin) in Vetschau ankommt. Ist immer noch meine Lieblingswebcam, dort in Vetschau, wobei ich mich gerade heute gefragt habe, ob dort ein Gewitter ist oder ob das die Autos sind, die im Mikrofon so einen Lärm machen *g*.
19.4.2003 Kälbergeburt am Karsamstag
Heute mittag
hat Lucia ihr Kalb geboren. Wie Ihr als fleissige Tagebuchleser wisst,
habe ich eine Digitalkamera, mit der ich noch kämpfe, weil sie
auf diesem PC hier noch nicht läuft, aber auf dem anderen PC geht
es und so hab ich mal vier Fotos gemacht und sie hier rüber auf
diesen PC gebracht (siehe Rubrik "Galloway"). Als ich die
Fotos machte, war das Kalb gerade mal zwei Stunden alt und stand wohl
das erste Mal auf. Die Herde wollte es begrüssen und die Mutter
"Lucia" war höllisch aufgeregt und drohte und brüllte
in alle Himmelsrichtungen. Gerade mal, dass wir das Geschlecht feststellen
konnten, es war ein solches Gerangel mit den Damen, dass die Fotos nicht
so gut gelungen sind. Werde mir morgen mehr Mühe geben *g*. Ihr
könnt mir auch gerne mal ein Feedback überhaupt zu allen meinen
Fotos geben, denn ich habe festgestellt, dass es doch sehr unterschiedlich
auf unterschiedlichen PCs aussieht, je nach Helligkeitseinstellung.
Ist ohnehin schwer, die schwarzen Galloways zu fotografieren, "Selina"
und "Sambucca" sind da wesentlich fotogener...
Jedenfalls mochte ich nicht noch mehr Unruhe in die Gesellschaft bringen und Kuh und Kalb brauchen auch erstmal Ruhe, zumal die Nachgeburt noch nicht abgegangen ist. Also haben wir uns wieder verzogen, nachdem wir festgestellt haben, dass das Kleine weiblich ist!
Mit der Suche
nach einem Namen fangen wir erst morgen an, aus Erfahrung warten wir
erstmal ein, zwei Tage ab, ob wirklich alles in Ordnung ist. Ihr könnt
Euch schon mal Gedanken machen, das wird nämlich wesentlich schwieriger
als mit "Selina". Der Name muss mit "L" anfangen
und das ist gar nicht einfach, denn folgende Namen hatten wir schon:
Lady Maud, Lisa, Laura, Lady Di, Laura, Luna, Lucia, Lola, Leila, Lucky.
Nun wünsche
ich Euch einen guten Abend in die Osternacht, hierzulande geht man aufs
Osterfeuer am Ostersamstag.
Tschüüüüüüüssssss :-)
21.4.2003 Lea
Ja, wir haben
das zweite Kälbchen "Lea" genannt. "Lea" ist
hebräisch und bedeutet "Kuh". Ausserdem ist es einfach
ein schöner Name. Vorschläge aus dem hiesigen Forum wie "Liesel"
werden genauso wenig wie "Sylvia" beachtet *hihi*.
Liesel, Sylvia, Emma, Trude usw. sind typische Namen für Milchkühe.
Unsere Galloways haben immerhin adligen Ursprung und das muss gewürdigt
werden. Ausserdem wird Lea vielleicht eine Zuchtkuh und dann wird der
Name sie viele Jahre lang begleiten. Soll denn wirklich die Enkelin
von "Lady Maud of Craigengillan"... Liesel heissen? Zu alledem
hiess meine verstorbene Tante "Liesel". Nene, das ist nix
:-)
Lea hat heute begonnen, die weite Welt zu erkunden und läuft nun mit der Herde mit, nachdem sie ihre ersten beiden Lebenstage nicht viel gelaufen ist und die Mutter sie einfach liegen liess und fressen ging. Ja, die Mutter hat die Ruhe weg, aber das kennen wir von ihr schon, sie hatte noch nie Bedenken, dass ihren Kälbern etwas passiert. Andere Mutterkühe weichen ihrem Kälbchen tagelang nicht von der Seite oder sind zu Hund und Mensch aggressiv. Nicht so Lucia. Umso schöner für uns, denn wir konnten die Ohrmarken einziehen, während Mama Lucia ihrer Wege ging. Und gewogen haben wir es auch, Lea wog 30 Kilogramm. Wir hatten schon leichtere, aber auch schon viel schwerere Kälber, insofern ist es ein normales Gewicht für ein Galloway. Vielleicht eher noch im leichteren Bereich heutzutage. Da wir aber Fans des ursprünglichen - nicht ganz so riesigen Galloways sind, soll es uns recht sein.
Neuere Fotos als die von gestern früh gibt es nicht, ich will hier niemand überstrapazieren *g*. Ausserdem werden die nächsten beiden Kälber genauso wie Lea aussehen, da kann ich mich noch austoben...
Sonst gibt es aus dem Natur- und Tierbereich nichts zu berichten - alles grünt und wächst und spriesst, die Tiere sind munter und fidel, das Wetter ist super (vielleicht langsam schon zu trocken, allerdings werde ich die Letzte in Niedersachsen sein, die nach Regen verlangt!!)
Und aus den anderen Bereichen?? Da erzähl ich eh nix, ausser wenn es so lustige Geschichten wie mit der Digitalkamera sind.. *hihi* Achja, das Kartenlesegerät ist natürlich noch nicht gekommen, aber ich renne immer fleissig mit der Diskette von PC zu PC, das hält auch fit.
24.4.2003 Rekordwetter
Das anhaltend schöne Wetter verdrängt mich etwas vom PC. Der starke Ostwind ist seit vorgestern auch weg und es ist so schön, wie es besser nicht sein kann. Seit Februar gab es hier mehr als 450 Sonnenstunden und damit wurder der bisherige Rekord von 443 Stunden von 1974 gebrochen. Seit 29 Jahren gab es hier nicht mehr so einen trockenen Frühling. An vielen Stellen hat es bereits gebrannt und man liest dauernd von Löscheinsätzen der Feuerwehr hier in der Gegend.
Dennoch leidet die Natur nicht, denn durch die beiden letzten sehr nassen Jahre hat die Erde immer noch genügend Wasserspeicher, dass nichts vertrocknet - höchstens die Ansaat in meinem Garten, wenn ich nicht giesse *g*.
Wer aber leidet, sind die Amphibien. Kleine Tümpelchen sind ausgetrocknet und die darin abgelaichten Eier sind hin. Der Amphibienzaun, bei dem ich beim Aufbau mitgeholfen habe, steht noch und die Amphibienwanderung tröpfelt dort vor sich hin. Wie ich hörte, haben die Helfer mittlerweile an die 500 Amphibien gesammelt und wir werden den Zaun am kommenden Wochenende abbauen. Wollt Ihr ihn mal sehen? Dann guckt unter meiner Rubrik "Naturschutz", da hab ich Fotos ganz unten hingestellt.
"Selina" und "Leo", die beiden kleinen Kälber, sind wohlauf und erkunden täglich ihre Welt. "Selina" ist nun bereits fast drei Wochen alt und beginnt schon das erste Gras zu knabbern. "Luna" ist die nächste Kuh, die kalben wird. Sie hat schon ein gaaaanz dickes Euter. Anscheinend wartet sie auch - wie ihre beiden Vorgängerinnen - mit dem Kalben bis zum Wochenende. Unsere Kühe wissen, dass wir Nebenerwerbsbauern sind und am Wochenende mehr Zeit haben für sie *g*.
Dennoch: am Wochenende soll auch hier wieder die Regenzeit beginnen, also... Carpe Diem !
25.4.2003 Die Fortsetzung vom 17.4.2003...
Heute kann ich Euch die Fortsetzung meines Eintrages vom 17.4. von wegen der Digitalcamera berichten. Jaaaa, das 18-EUR-Kartenlesegerät ist gekommen und Jaaaa... es funktioniert!! Eine beiliegende Software mussten wir auf den PC laden, dann die Karte aus der Kamera in das Lesegerät, Laufwerk F aufgerufen und die Fotos sind auf der Karte so wie auf einer Diskette bzw. einer CD. Sehr praktisch, denn damit umgeht man das zur Kamera dazugehörende Fotoprogramm (habe ohnehin ein Besseres) und ebenso umgeht man den Kauf eines Netzteiles. Ausserdem kann man in dieses Kartenlesegerät auch noch andere Karten reinstecken, ich weiss nur noch nicht welche - sicher keine Fahrkarten oder Rabattmarken, gell?
Für die ganz "Modernen" unter Euch: wenn man Windows NT oder Windows XP hat, braucht man auch die Software nicht, dann erkennt das Programm das Lesegerät selbständig.
Bin jedenfalls überglücklich, dass das nun ohne irgendwelche Verrenkungen alles funktioniert und dass ich mein Betriebssystem nicht ändern musste. Jetzt kann ich loslegen und üben, üben, üben mit der Digicam.. nur.. was fotografier ich bloss?? Die Hummeln vorm Fenster? Die Salatansaat? Oder besser den Rharbarber, der schon schön gross ist? Naja, DAS ist wohl alles nicht so wahnsinnig spannend, also warten wir ab, was so passiert *g*.
So, das war es für heute, der Garten wartet, schliesslich soll es morgen regnen.....
28.4.2003 Noch keine neuen Kälber, aber hoher Rharbarber *g*
Guten Tag
zusammen!
"Luna", die nächstgebärende Kuh, lässt sich
Zeit und schleppt ihr dickes Euter gelangweilt mit sich herum. Was soll
man da machen? Ich kann sie ja nicht zwingen, obwohl ich das gerne täte,
weil wir eigentlich am 2./3. Mai wegfahren wollten und das natürlich
nicht können, wenn täglich ein Kalb kommen kann. Wir sind
halt den Tieren versklavt :-)
"Lea" und "Selina" - die beiden Kleinsten - sind
jedenfalls putzmunter und da Leas Mutter sich nicht sonderlich um sie
kümmert, hat sie sich der Mutter von "Selina" angeschlossen
und lässt sich von dieser bemuttern. Nur zum Milch abzapfen geht
sie zu ihrer eigenen Mutter und der ist es recht so. Immer wieder interessant,
wie unterschiedlich sich die Kühe verhalten. Im Moment bürsten
wir die Kühe so häufig wie es geht, sie verlieren ihr dichtes
Winterfell und geniessen die Bürste.
Das geht den beiden Pferden nicht anders, auch die werfen ihren Winterpelz von sich und freuen sich, dass es endlich frisches Gras gibt. Endlich sieht man auch hier den Löwenzahn erblühen, ist also nicht nötig, dass man mir welchen aus der Schweiz schickt *g*.
Seit zwei
Tagen ist das Wetter schlechter geworden und da ich im Garten "fertig"
bin, kann da nun fleissig das Unkraut wachsen, damit ich in der nächsten
Sonnenperiode wieder etwas zu tun habe.... *ähem*.
Aufregende Fotos mit der neuen Digicam hab ich keine gemacht, ich hatte
ohnehin nicht viel Zeit, denn ich muss ja ständig bürsten
*g*.
Immerhin sind wir mit der Wiesenwirtschaft auf "gutem Stand", wir haben alles gewalzt und geschleppt, was irgendwie ging. Im Mai machen wir das ohnehin nicht, denn nun beginnen Vögel in den Wiesen zu brüten, Frau und Herr Ente schwimmen im Wassergraben, Rehe sind hochtragend und die Hasen rammeln. Insofern ist der Mai eine eher ruhige Zeit in der Landwirtschaft für uns, die Wiesen dürfen wachsen, die Winterfütterung ist vorbei und die meiste Arbeit macht dann der Garten. Wenn ich aus dem Fenster blicke, sehe ich den Rhabarber und der ist schon so hoch wie sonst im Juni, keine Ahnung wo der noch hinwachsen will in diesem Jahr!
30.4.2003 Das dritte Kalb und der 1. Mai
Gestern, am 29. April, wurde das dritte weibliche Kälbchen geboren. Schon gestern abend habe ich zwei Fotos (aus der Digitalkamera!!! *g*) auf die Rubrik "Galloway" gestellt, aber offensichtlich guckt da keiner hin, wenn ich hier nicht darauf aufmerksam mache *tadel*. Das Dritte im Bunde ist jetzt schon so gross wie die beiden anderen, also ein Riesenkälbchen und nach einigen kleineren Problemen, die ich aber an anderer Stelle beschrieben habe, sind Kuh und Kalb heute wohlauf. Eine sehr drollige Gesellschaft ist das jetzt wieder, jedes Jahr aufs Neue kann man sich an den Kälbern erfreuen. Nun muss nur noch die vierte darniederkommen, Zeit hat sie noch bis zum 20. Mai :-)
Euch wünsche ich einen guten Übergang in den Mai, hier in der Gegend feiert man weder Walpurgisnacht noch stellt man Maibäume auf. Auch klaut man nicht alles, was nicht niet- und nagelfest ist (Gartenstühle, Fensterläden und Tore und so was) und schmeisst es auf den dörflichen Marktplatz, wo man sich sein gesammeltes Eigentum am 1. Mai wieder zusammensuchen kann. Wo es das gibt??? Das gab es in Rheinhessen, wo ich auch mal gelebt habe!
Und was macht man hier in der Heide?? Man tanzt in den Mai - wenn man denn Lust dazu hat und das weiss ich jetzt noch nicht....
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