![]() Renate´s Welt eine Seite fur Bekannte und Freunde, Tierliebhaber und Naturschützer |
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Der Laubfrosch In meiner
Heimatgemeinde bin ich Mitglied einer Gruppe des Naturschutzbundes Deutschland.
Die Homepage dieser Gruppe kannst Du unter meinen Links finden. Dort kannst
Du auch unter "Arbeitskreise" "Amphibien" über
meine freiwillige Arbeit nachlesen. Der Laubfrosch gehört zur Familie der Baumfrösche, ist mit bis zu 5 cm der kleinste Frosch Mitteleuropas und kann auf Stauden und Bäume klettern, denn runde Haftscheiben sitzen an den Enden der Finger und Beine. Das Konzert der Laubfrösche kann man über 1 km weiter hören. Die Schallblase kann in solche eine Schwingung versetzt werden, daß der Kopf die dreifache Breite wie sonst erreicht. Das Vorkommen der Laubfrösche ist nach derzeitigen Erkenntnissen ein Indikator für den Wert einer Landschaft aus Sicht des Naturschutzes. In reinen Ackerbaugebieten gibt es kaum Laubfrösche und auch die Trockenlegung wasserführender Senken führt zum Verlust der Laichmöglichkeiten. Helfen wir mit, dem Laubfrosch extensive Grünlandflächen zu erhalten! Amphibienschutzzäune Aber auch die anderen Amphibien, nicht nur die Laubfrösche, liegen mir am Herzen. Sie legen auf ihrem Weg zwischen Laichgewässer, dem Sommer- und dem Winterquartier zum Teil Entfernungen von mehreren Kilometern zurück. Bei ihren Wanderungen zwischen diesen Lebensräumen überqueren sie oftmals viel befahrene Strassen. Besonders durch den Autoverkehr bedroht sind Feuersalamander, Gras- und Springfrosch sowie die Erdkröte, die auf ihren Wanderungen weite Strecken zurücklegen. Massnahmen zum Schutz wandernder Amphibien sind daher kein schräges Hobby einiger Naturschützer, sondern eine dringende Notwendigkeit. Bundesweit werden jährlich etwas 1000 bis 2000 Amphibienschutzzäune aufgebaut, um die Tiere auf ihrer Frühjahrswanderung von den Landlebensräumen zu den Laichgewässern vor dem Überfahrenwerden zu retten. Trotz dieser Massnahmen sterben aber immer noch jedes Jahr Millionen Amphibien auf unseren Strassen. Es gibt verschiedene
Möglichkeiten, Amphibien vor dem Autotod zu schützen. Ich will
mich hier auf Amphibienschutzzäune beschränken. Dabei handelt
es sich meist um durchsichtige Kunststoff-Folien, die parallel zum Strassenverlauf
aufgebaut werden. Beim Versuch, den Zaun zu umgehen, laufen die Amphibien
am Zaun entlang und fallen in Fangeimer, die entlang des Zauns im Boden
eingelassen sind. Die gefangenen Amphibien werden nach Art und Geschlecht
getrennt erfasst und auf gleicher Höhe des Fangortes auf der gegenüberliegenden
Strassenseite wieder ausgesetzt. Die gesammelten Daten können später
Grundlage für die Planung einer dauerhaften Schutzanlage, zum Beispiel
eines Krötentunnels, sein. Wegen des hohen zeitlichen und personellen
Aufwandes weden Krötenzäune meist nur von Februar bis April
betreut, während die Lurche zu ihren Laichgewässern wandern.
Die Rückwanderung, die sich über mehrere Monate erstreckt sowie
die Abwanderung der Jungtiere werden dann nicht mehr geschützt. Viele Jahre lang habe ich hier in meinem Heimatdorf einen Amphibienzaun betreut, d.h. morgens und abends mit Hilfe von anderen gesammelt. Diesen Zaun bauen wir mittlerweile nicht mehr auf, da die Amphibien sich bei der betroffenen Teichanlage in die Umgebung des hinteren Teiches zurückgezogen haben, also weiter weg von der Strasse. Das lag vor allem daran, weil der Teichbesitzer den vorderen Teich, der an der Strasse lag, freigeräumt hat und dies die Amphibien nicht mögen. Machte aber in diesem Falle gar nichts und kam uns auch entgegen, weil sie tatsächlich umgezogen sind in die hinteren Gewässer. Seit 2003 wird nun mit dem Material ein anderer Zaun betreut, so sehen die sogenannten "Erdnägel" aus, die wir in einem stillgelegten Transformatorenhaus lagern, dass der NABU sein eigen nennt und in dem mittlerweile auch Schleiereulen und Fledermäuse wohnen. Das Material wurde also abgeholt, so sieht das dann im Pferdeanhänger, der als Transportfahrzeug dient, aus:
Wir bauten den Zaun mit tatkräftiger Hilfe am 14.3.2004 auf. Ganz genau richtig, denn die lang anhaltende Kälte hat noch nicht viele Frösche aus ihrem Quartier gelockt. Auch wenn andernorts schon viele Zäune stehen, bewahrten wir Ruhe und warteten auf den ersten frühlingshaften Tag. Mir kam das nicht unbedingt entgegen, da ich sehr erkältet war und ausserdem 10 Leute zum Nachmittagskaffee erwartete, aber was tut man nicht alles für die Fröschlein. Also wurde von 12.00 bis 14.00 Uhr gewurschtelt:
Während der Aufbauarbeiten fanden wir eine Eidechse, die dort an einem stillgelegten Bahndamm lebt. Nach der allgemeinen Begutachtung setzten wir sie natürlich wieder dorthin. Übrigens sind Bahndämme bevorzugte Lebensräume von Eidechsen:
Irgendwann stand der Zaun dann:
Ich selbst werde an diesem Zaun nicht sammeln, da es ca. 15 Kilometer von mir zu Hause weg ist. Dafür haben sich andere Menschen bereit erklärt, denen das Wohl der Tiere - auch das von ungeliebten Amphibien - am Herzen liegt. Ich werde Euch aber an dieser Stelle von den Sammelerfolgen berichten, über die ich natürlich auf dem Laufenden gehalten werde. Und dann darf ich wieder beim Abbauen helfen, hoffentlich nicht an einem Tag, wo ich 10 Leute zum Nachmittagskaffee erwarte *puh*.
Vogelwelt
wird immer kleiner Von Angelika Hillmer Bonn/Washington - Die weltweiten Vogelbestände schwinden schneller als jemals zuvor. Dies zeigt eine Studie des Washingtoner Worldwatch-Institutes. Sie prognostiziert, dass fast 1200 Vogelarten - etwa zwölf Prozent des Weltbestandes - noch in diesem Jahrhundert aussterben werden. Warnsignale gibt es auch in Deutschland: Die im Jahre 2003 vorgestellte Rote Liste der gefährdeten Brutvogelarten stuft nur noch 113 der 254 erfassten Arten als ungefährdet ein. Der Niedergang des globalen Vogelbestands sei der größte Artenrückgang seit dem Aussterben der Dinosaurier vor 65 Millionen Jahren, betont das Worldwatch Institute. Die Ursachen seien fast ausschließlich menschengemacht; ganz vorn rangierten die Zerstörung von Lebensraum durch Raubbau an den Wäldern, das Eindringen gebietsfremder Tierarten sowie der Tod durch Ölverschmutzungen und übermäßigen Pestizideinsatz. In Deutschland schädigen vor allem die intensive Landwirtschaft und die Überdüngung der Böden (auch durch Luftschadstoffe) die Vogelwelt. "Gegenüber der vorangegangenen Roten Liste von 1996 hat sich die Gefährdungssituation verschärft. Die Liste der vom Aussterben bedrohten oder stark gefährdeten Arten ist deutlich länger geworden", heißt es in der Bestandsaufnahme. "Dies ist die bittere Quittung für den sorglosen Umgang mit der heimischen Natur", kommentiert der Naturschutzbund (NABU) das Ergebnis. Er hat zusammen mit dem Deutschen Rat für Vogelschutz und dem Dachverband Deutscher Avifaunisten die Rote Liste erstellt. 110 Vogelarten sind in Deutschland im Bestand gefährdet, 26 von ihnen sogar akut vom Aussterben bedroht. Dazu zählen Auerhuhn, Kornweihe (ein Greifvogel), Rohrdommel und Wiedehopf. Besonders starke Rückgänge gab es bei Wiesenbrütern wie Kiebitz oder Bekassine und bei einigen Feldvogelarten wie Rebhuhn und Feldlerche. Sie alle leiden unter der intensiven Bewirtschaftung von Wiesen und Weiden und unter dem Mangel an Knicks und Hecken in einer ausgeräumten Landschaft. Selbst die "Allerweltsarten" Haussperling, Mehlschwalbe und Türkentaube erlitten in den vergangenen Jahren deutliche Bestandseinbrüche und stehen deshalb, zusammen mit 28 weiteren Arten, auf einer Vorwarnliste. Oftmals ist das Bild bundesweit uneinheitlich. So nahm die Zahl der Weißstorch-Brutpaare in Schleswig-Holstein drastisch (um mehr als 50 Prozent) und in den anderen norddeutschen Bundesländern deutlich (um mehr als 20 Prozent) ab. Dagegen vermehrten sich die Störche in sieben anderen Bundesländern prächtig, vor allem in Brandenburg und Baden-Würtemberg, wo die Zahl der Brutpaare um mehr als 50 Prozent stieg. "In Hamburg finden Gebäudebrüter wie Haussperling, Mauersegler oder Hausrotschwanz immer weniger Plätze, an denen sie ihr Nest bauen können", sagt Stephan Zirpel vom NABU Hamburg. "Ihnen fehlen Ritzen und andere Unterschlupfe an den neuen oder sanierten Fassaden." Doch es gibt auch positive Entwicklungen. So legten die Schleiereulen und Wanderfalken deutlich zu. Sie profitierten von speziellen Artenschutzprogrammen, betont der NABU. Windräder Hier sieht man - wenn man genau hinguckt *g* - wie Windräder die Landschaft verändern. Ohne Frage sind Windräder ein Beitrag zum Naturschutz, es kommt nur darauf an, in welcher Form und wo man sie errichtet. In unserer Gemeinde hatten wir bisher das Glück, das eine einzige Fläche zum Bau von Windrädern ausgewiesen wurde. Das liegt daran, dass viele Flächen unserer Gemeinde in einem Naturschutzgebiet liegen und man hier zum grossen Teil vom Tourismus lebt. Für den Tourismus ist es sicher nicht förderlich, wenn man die Gegend mit Windrädern zupflastert - wie z.B. im westlichen Niedersachsen, wo man nicht selten 130 Windräder auf einem Haufen sehen kann. Für die Besitzer von landwirtschaftlichen Flächen lohnt sich die Zusammenarbeit mit einem Windradkraftbetreiber allemal - ob es sich für das Auge lohnt, dass man die Dinger viele Kilometer weit sehen kann, ist die Frage. Man darf gespannt sein, ob es in unserer Gemeinde bei dieser einzigen Fläche bleibt.
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