Tagebuch vom 1.11.2003 bis 30.11.2003 1.11.2003 Bullen, Äpfel und riesige Torten
Ein trüber Novembertag, aber immerhin ohne Regen, hat von uns Besitz ergriffen. Dieses Wetter schreit geradezu nach Keksen und Kerzenschein *g*.
Morgens ist jetzt die Winterfütterung angesagt und hier hab ich mal ein Porträtfoto von "Egmont", unserem Deckbullen, gemacht:

Im Hintergrund ist "Tiramisu" zu sehen, unser Mischlingstier, der als nächstes zum Schlachter geht. Schade drum, irgendwie mag ich die Farbe, aber immerhin haben wir ja seine Mutter "Sambucca" und seine kleine Schwester "Selina" auch noch, an denen ich mich noch lange erfreuen kann.
Ansonsten erwarte ich sehnsüchtig meinen neuen Apfelbaum, habt Ihr das gelesen:
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Zitat:
25 der beliebtesten
Apfelsorten wurden genauer unter die Lupe genommen. Das Ergebnis ist
erschreckend: Viele Äpfel enthalten Rückstände von Pestiziden,
die hier zu Lande gar nicht erlaubt sind. Knapp ein Drittel der getesteten
Äpfel bekam die Note "mangelhaft" oder "ungenügend".
17 verschiedene Schädlingsbekämpfungsmittel wurden bei dem
Test entdeckt. Davon sind 12 nach deutschem Lebensmittelgesetz nicht
zulässig. So entdeckten die Tester unter anderem ein Insektizid,
dessen Wirkstoff in Deutschland als Flohschutzmittel für Hunde
benutzt wird. Etwa die Hälfte der bei uns verkauften Äpfel
kommt aus Italien, Frankreich, Neuseeland oder Südafrika. Dort
sind die Grenzwerte für Pestizide höher. Sorten wie "Frupac
Braeburn" oder "Frusan Royal Gala" dürften hier
zu Lande eigentlich gar nicht verkauft werden.
Nur in vier von 25 Äpfeln steckten gar keine Pestizide. Der deutsche
Apfel "Erlenhof Jonagold" und der Französische "Edenys
Elstar" wiesen als einzige herkömmlich angebaute keine Pestizidspuren
auf.
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Gut, dass ich nur Äpfel entweder beim Biobauern oder im "normalen" Laden zumindest Äpfel aus Norddeutschland und nicht aus dem Ausland kaufe.
2.11.2003 Mord im Hühnerhof und Post von der Telekom
Manche von Euch haben ihrer Bedauerung Ausdruck gegeben, dass "Tiramisu", der graue Bulle (Foto im gestrigen Tagebucheintrag), demnächst geschlachtet wird. Ja, sicher, mir tuts auch immer leid, aber er ist nun mal fast drei Jahre alt und irgendwann ist es dann halt mal Zeit, wenn wir auch nur irgendwas an der ganzen Rinderhaltung verdienen wollen. Sollte ich mal GAAAANZ VIIIEEL Geld haben, lass ich sie alle laufen, bis sie von selbst tot umfallen :-) Bis dahin muss ab und zu einer dran glauben und wie gesagt, die Mutter und die Schwester, die auch so eine schöne Farbe haben, besitzen wir auch noch.
Für längere Zeit habe ich die Hühneraufsicht über die 22 Hühner und den Hahn meiner Nachbarin... Nunja, jetzt sind es nur noch 21 Hühner *snief*, denn gestern war der Habicht da und hat eines gemeuchelt. Nun ist das blöd, denn meistens ist es so, wenn er eines geholt hat, kommt er die darauf folgenden Tage immer wieder, weil er ein Erfolgserlebnis hatte. Jetzt muss ich heute und die nächsten Tage die Hühner entweder im Stall lassen oder kann sie nur rauslassen, wenn hier Betrieb auf dem Hof ist. Also wenn ich entweder am Laubharken bin (meine derzeitige Lieblingsbeschäftigung *ächz*) oder zumindest die Hunde draussen rumlaufen. Aber die Hunde sind nur gerne alleine draussen, wenn die Haustür geöffnet sind, sonst verlangen sie Einlass. Also hab ich Tag der offenen Tür am heutigen Sonntag und muss zusehen, wie ich mich warmhalte *g*.
Hey, und
dann habe ich noch eine tolle Geschichte für die Rubrik: "Dienstleistung
- das unbekannte Wesen":
Die Telekom hat uns einen Brief geschrieben mit folgendem Inhalt:
"Vielen Dank für Ihren Auftrag. Zum 1.11.03 werden wir Ihren
Anschluss T-ISDN300 umstellen auf den EURO-ISDN-BaAs als Mehrgeräte-As
BusinellCall 300."
Erstens: von einem Auftrag wissen wir rein gar nix und Zweitens: häää?
5.11.2003 Ein Wichtelmännchen
Hallöchen zusammen, ich habe die letzten Tage kaum etwas erlebt, zumal ich nicht viel zu Hause war. Damit Ihr aber nicht tagelang umsonst reinguckt, habe ich vor einer halben Stunde - also um 17.00 Uhr - versucht, den angehenden Vollmond zu fotografieren, aber das Foto sieht aus, als wärs die Sonne:

Nunja, Ihr wisst ja nun, dass es der Mond ist. Übrigens ist das der Blick vom Misthaufen aus, schön, gell?
In unserem kreiseigenen Käseblatt hab ich gerade gelesen, dass drei Dörfer weiter nun ein Dromedar, zwei Trampeltiere und drei Tulus leben. Die Besitzer wollen im nächsten Jahr die Heide per Wüstenschiff durchqueren. Die werde ich mir bei Gelegenheit mal angucken und Euch davon berichten, wenn ihr möchtet.
Aber eine tolle Überraschung hab ich heute noch erlebt. Ich habe nämlich entdeckt, dass nicht der Maulwurf hier die Haufen auf meiner Wiese aufwirft, sondern dieser kleine Geselle:

8.11.2003 Stürmischer November
*brrrr* heute ist ein Wetter, dass man keinen Hund vor die Tür jagt. Es stürmt und ist so ungemütlich draussen, dass man wünscht, ein Eisbär zu sein.
Unser Problem mit der Telekom hat sich nach 5 Tagen Telefonitis geklärt und zwar dahingehend, dass es unseren alten Tarif nicht mehr gibt und wir deswegen auf den anderen umgestellt wurden. Angeblich hat man uns telefonisch darüber informiert, nur weiss ich davon erstens nix und zweitens frage ich mich, wie man Hunderttausende von Telekomkunden telefonisch informiert.... naja, Schwamm drüber, immerhin zahlen wir jetzt 1 EUR und 12 Cent weniger als vorher :-)
Meine täglichen Tierkontrollen und Hundespaziergänge muss ich natürlich trotz Sturmes absolvieren und heute hab ich versucht, ein Islandpferdfohlen, das hier in der Nachbarschaft lebt, beim Aufstehen zu fotografieren:



Das Fohlen
wurde im Juni geboren und ist schon fast so gross wie seine Mutter,
niedlich, nicht wahr?
Isländer gibt es in allen Farbvarianten, den hab ich auch noch
vor die Linse bekommen:

Meine eigenen beiden Islandpferde hatten gestern den Hufschmied da, der hat aber nichts geschmiedet, denn ich habe die Eisen runternehmen lassen, da ich die nächsten beiden Monate nicht sehr viel reiten werde. Und wenn man wenig reitet, gehts auch ohne Eisen.
Und jetzt noch eine Pressemitteilung vom Naturschutzbund Deutschland über schiesswütige Jäger im Osten Deutschlands, die weit davon entfernt sind, unter Jagd "Hege und Pflege" zu verstehen:
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"Wie
bereits durch einige Medien gegangen ist, fand am 3. und 4. November
im Teichland Linum eine üble Schiesserei von über 20 "Jägern"
auf die ihren Schlafplatz anfliegenden Gänse und Kraniche statt.
Das Naturschutzgebiet östlich von Neubrandenburg gilt als einer
der wichtigsten Rastplätze für arktische Wildgänse in
Mitteleuropa. Zum Schutz der Tiere ist die Jagd am Rastplatz dort streng
untersagt. In einer Viertelstunde fielen mehr als 100 Schüsse.
Auch ein Fernsehteam eines öffentlich-rechtlichen Senders befand
sich vor Ort, das die illegale Jagd ebenfalls mit der Kamera festgehalten
hat. Die Jäger wissen genau, dass sie dort nicht jagen dürfen.
Mit Billigung der Teichwirtschaft (Eigentümer Uwe Wenz) sammelten
sich um den Jagdpächter Freiherr von Heder Jäger aus den alten
Bundesländern im Teichgebiet und schossen bei völliger Dunkelheit
(ebenfalls Verstoss gegen das Jagdgesetz!!) mit Leuchtraketen zwischen
die ca. 30.000 schlafenden Gänse und ca. 16.000 Kraniche, mit dem
Ziel, Gänse abzuschiessen.
Diese Art der Jagd ist weder waidgerecht (was immer das auch heissen
soll), noch hat das etwas mit "Gänsemanagement" zu tun.
Viel mehr wollen hier offensichtlich einige Leute ihre Schiesswut abreagieren,
andere wollen Geld auf Kosten des bedeutendsten Kranichrastgebietes
des mitteleuropäischen Binnenlandes verdienen. Selbst der Landesjagdverband
Brandenburg äusserte sich sehr kritisch gegenüber dem Gebaren
dieser Jäger.
Die Arbeitsgemeinschaft Kranichschutz Linum, in der alle Naturschutzverbände
der Region zusammenarbeiten, hat in den letzten Jahre viel Zeit und
Geld investiert, um Störungen vom Gebiet fernzuhalten und andererseits
vielen naturinteressierten Menschen das einmalige Schauspiel der Kranich-
und Gänserast nahe zubringen.
Um dieses Engagement und den wichtigen Kranichrastplatz Linum nicht
von einer Horde schiesswütiger Mitmenschen kaputt machen zu lassen,
ruft die AG Kranichschutz am Sonntag, den 9. November zu einem demonstrativen
Spaziergang ins Teichgebiet auf, denn für diesen Tag ist offensichtlich
wieder ein wildes Schiessen geplant.
Treffpunkt ist die Naturschutzstation Rhinluch, direkt gegenüber
der Kirche. Start: 14.30 Uhr.
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Mit dieser wenig erfreulichen Info wünsche ich allen Tier- und Naturfreunden eine schöne Vollmondnacht, den wir hier zwecks stürmischer Bewölkung nicht sehen werden.
11.11.2003 Urlaubsgrüsse und Schweizer Kürbisse
Das neblige Wetter hat sich verzogen und zurück bleibt strahlendes Novemberwetter, allerdings nicht sehr lange, da es so früh dunkel wird. :-(
Drei meiner treuesten Leser sind nun in Urlaub und gucken nicht täglich hier rein - das nehm ich jedenfalls an *g*. Eine ist auf Kuba (hoffentlich raucht sie nicht so viele Havannas dort) und zwei weitere sind heute morgen nach Fuerteventura abgehoben (hoffentlich trinken die da nicht so viel canarischen Wein). Also zu Eurer Abwesenheit fällt mir nix Lustiges ein, höchstens dass ich Euch alle drei vermisse:

Den Daheimgebliebenen
kann ich von hier nicht viel berichten, aber ich zeige Euch mal einen
Alternativhalloweenkürbis:
Hier in Norddeutschland sehe ich nur Kürbisse, die als Gesichter ausgehöhlt werden, man kann aber noch ganz was anderes damit machen, wie man sieht. Das Foto ist aus der Schweiz und das Motiv natürlich auch ein typisch Schweizerisches. Wer schnitzt mir einen Kürbis mit Galloways?
Liebe Grüsse in alle Himmelsrichtungen!
13.11.2003 Die Steinlaus
Guten Tag, immer noch ist ruhiges klares Novemberwetter in der Nordheide mit leichten Minustemperaturen. Kühe und Pferde mümmeln gemütlich ihr Heu, Sokki lässt zur Zeit das Vogelhaus mal in Ruhe und die Hunde sind völlig überdreht gewesen beim Morgenspaziergang. Also gibts nichts Nennenswertes von meinen Tieren zu berichten.
Aus dem Naturbereich möchte ich aber dennoch etwas erzählen: Gestern ist der grösste deutsche Komiker Loriot 80 Jahre alt geworden. Vielleicht mit seinen altmodischen Scherzen etwas aus der Mode gekommen, wird er dennoch unvergessen bleiben. Seine Entdeckung der Steinlaus war ein grosses Ereignis:

Und hier die wissenschaftliche Erklärung, damit Ihr Euch auch mal bilden könnt:
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"Obwohl der volkstümliche, aus dem Mittelalter stammende Name Steinlaus an ein Insekt denken läßt, wird Petrophaga lorioti (wörtlich: Steinfresser) als Rodentia (Nagetier) der Familie der Lapivora eingeordnet (Pschyrembel 1990:1583).
Die sehr flinken und ausgewachsen (ohne Schwanz) etwa 20-24 mm langen, nur schwach behaarten Tiere galten lange Jahre als ausgerottet, da ein neuzeitlicher Lebendfund erst im Jahre 1983 in einer Karstspalte in den Französischen Alpen in einer Höhe von 1.450 m ü. NN geglückt ist. Steininger (1983) ordnete sie anhand mittelalterlicher Beschreibungen und eigener Beobachtungen vorläufig als troglophil ein.
Noch im Hochmittelalter war das Tier im Alpenraum bekannt und spielte womöglich auch eine Rolle als Schutz-Symbol im frühen Bergbau (Stolle 1977, König 1968) und wurde sogar in einem bedeutenden Spielmannsepos verewigt (Chiyang 1970). Die seit dem Pliozän in Form von Koprolithen nachgewiesene Tierfamilie (Semmel 1966) wurde seit rund 1.000 Jahren nicht mehr lebend beobachtet und galt schließlich als ausgestorben (Bender 1944). Möglicherweise war es eine Infektionskrankheit, welche durch das Vordringen der Zivilisation nahezu die gesamte, ohnehin instabile und nur sehr kleine und verstreute Population relativ rasch dahinraffte (Mortal 1985:47).
Renault (1984) beobachtete mittels einer hochauflösenden Spektralkamera, daß die Tiere Kalkgesteine unter Beteiligung eines stark acidischen Sekrets aus Drüsen der Nasenschleimhäute anlösen und anschließend mit ihren Schneidezähnen abschaben. Daß dabei aus dem Karbonat freiwerdende CO2 wird offensichtlich zum Teil aufgenommen und unter Beteiligung noch nicht bekannter Prozesse metabolisiert. Die Annahme von Steininger (1983), daß die Lösungsrückstände eine wesentliche Ernährungskomponente darstellen, deckt sich mit den Beobachtungen von Renault (1984), der Petrophaga lorioti in Kleinhöhlen stark bituminöser und detritusreicher Stinkkalke beobachtete, welche eine nahrhafte Ernährungsgrundlage bieten. Tonige Kotkugeln und Mikrorillen (ca. 0,4 mm Breite) auf Gesteinsoberflächen von den scharfen Schneidezähnen sind unverwechselbare Hinweise für die Anwesenheit der Tiere. Inwieweit Petrophaga lorioti an höhlenbildenden Prozessen in Karbonatgesteinen beteiligt sein kann, ist noch gänzlich unerforscht."
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Auch über
die Entstehung des Mannes hat sich Loriot seine eigenen Gedanken gemacht:
17.11.2003 Ein Tagesausflug nach Fehmarn
Hallöchen, da ich mein Tagebuch in den letzten Tagen vernachlässigt habe, werde ich Euch heute mit einem kleinen Reisebericht beglücken, denn wir waren gestern auf der Ostseeinsel Fehmarn.
Wir fahren gerne im Winter immer mal nach Fehmarn, denn die Insel ist von uns aus in anderthalb Stunden zu erreichen. Noch mehr liebe ich Amrum, eine Nordseeinsel, aber Fehmarn hat den Vorteil, dass dort die sogenannte "Fehmarnsundbrücke" hinführt, das bedeutet, man muss kein Geld für eine Fähre bezahlen, was sich natürlich bei einem Tagesausflug im Geldbeutel bemerkbar macht. Früher kannten wir mal ein beschauliches Frühstückscafe in einem kleinen Hafen, seit zwei Jahren hat es nun geschlossen und bei unserem letzten Besuch hatten wir nicht viel Glück mit dem Frühstück. Also haben wir am Samstag noch schnell im Internet geguckt und ein vielversprechendes kleines Hotel gefunden, wo wir anriefen und fragten, ob wir dort am Sonntag um 9.00 Uhr frühstücken können. Nun ja, eigentlich nicht, weil es eben keine Gaststätte sei. Aber sie würden eine Ausnahme machen und wir sollten gerne kommen.
Morgens dann hier zu Hause das Gehetze: Tiere versorgen im Halbdunkel und dann los auf die Autobahn. Fast pünktlich kamen wir in diesem netten Hotel an und bekamen einen Zimmerschlüssel für das sogenannte "Kapitänszimmer" in die Hand gedrückt... häää? Ja, die nette Dame sagte, wir müssten für eine Stunde ein Zimmer mieten, so wollen es die deutschen Gesetze, wenn wir in einem Etablissement ohne Gaststättenkonzession frühstücken möchten. Oho... sollen wir das etwa bezahlen??? Nein, nein, nur 10 EUR fürs Frühstücken, aber falls eine Kontrolle käme, sollten wir den Schlüssel vorzeigen können. Was es nicht alles gibt!!! Nun weiss ich jedenfalls, woher der Name "Stundenhotel" kommt *g*. Nach unserem ausgiebigen Frühstück in der maritimen Gaststube haben wir immerhin noch "unser" Zimmer besichtigt. Es hatte ein Wasserbett (!) und fast hätten wir uns gleich reingelegt, aber wir wollten ja eigentlich einen Strandspaziergang machen, also los in den Nordwesten der Insel, wo wir früher auch schon mal waren.
Fehmarn misst 16 x 13 km und hat 78 km Küstenlinie, davon sind wir ca. 12 km gelaufen. So sah es da aus, das Wetter war etwas trübe, aber immerhin relativ warm und ohne allzuviel Wind:

Wie man sieht, menschenleer! Im Sommer liegt hier ein sonnenhungriger Urlauber neben dem anderen und mit den Hunden kann man dann natürlich nicht so schön laufen wie jetzt.
Wieso hab ich eigentlich die Hunde nicht fotografiert? Naja, die waren mir einfach zu schnell, die haben nämlich dauernd Kaninchen gejagt, die zu Hunderten da herumhoppelten.
Als wir genug Frischluft getankt hatten, ging es ins Fehmarner Meeresaquarium, wo man leider kein Blitzlicht verwenden darf, sonst hätte ich die Haie gerne für Euch fotografiert, die da rumschwammen. Auch in der Ostsee gibt es natürlich Haie, die sind aber relativ harmlos. Aber in diesem Meeresaquarium gab es auch die grossen Haie aus tropischen Gewässern. Man kann dort durch einen sogenannten Haitunnel laufen, also man läuft da praktisch durch das Aquarium der Haie durch, sehr spannend!
Wusstet Ihr übrigens, dass 150 Menschen jährlich weltweit durch Haie zu Tode kommen? Wobei der Hai an sich nicht böse ist, er verwechselt den Mensch nur manchmal mit einem grossen Fisch *g*. Man muss aber auch wissen, dass wesentlich mehr Menschen jährlich durch Bienenstiche oder Schlangenbisse sterben. Und ca. 300 Menschen sterben jährlich durch Kokosnüsse, die ihnen auf den Kopf fallen. Aber diese Todesart ist bei uns nicht so sehr verbreitet.
Wie gesagt, die Haie waren zu dämmerig, da konnte ich nicht fotografieren, aber ich habe Euch noch drei andere Aquarienbewohner fotografiert, hier der Nashornfisch (keine Ahnung, ob der wirklich so heisst...)

und hier Meister Griesgram:

Aber etwas Schönes hab ich auch noch:

Abends nach der Rückfahrt war ich todmüde und hatte wohl sowas wie einen Frischluftschock, jedenfalls war mir nur noch nach meinem Bett...
21.11.2003 Herdenmanagement und Internetärger
Warm und sonnig bei 14° war es heute und die kurzen Tage rasen so dahin. Wir hatten heute den Tierarzt hier und haben bei der Gelegenheit gleich unsere Tiere "sortiert": Der Tierarzt machte eine Blutabnahme. Unsere Kühe müssen untersucht werden auf: Leukose, Brucellose und IBR. Und wenn Ihr wissen wollt, was das ist, dann könnt Ihr ja in der Google gucken *g*. Sie müssen dazu jedenfalls im Fanggitter eingesperrt werden und unter der Schwanzwurzel wird Blut abgenommen. Also: Schwanz hoch, reingepiekst, Blut gesaugt und fertig. Da die Tiere das mittlerweile kennen und auch wir wissen, wie wir sie am geschicktesten einsperren, ist das kein Problem mehr. Bei den Mutterkühen mit ihren diesjährigen weiblichen Kälbern standen noch zwei männliche Nachkommen ("Trust" und "Trutz") aus 2002. Und die sind seitdem wir die Futtersaison eingeläutet haben ausgesprochen garstig zu den vier Kälbern vom diesjährigen Frühling und lassen sie kaum ans Heu. Also haben wir beschlossen, damit wieder Ruhe einkehrt, die beiden Ochsen zu ihren männlichen Kollegen zu bringen. Also die beiden aus dem Fanggitter raus auf den Anhänger bugsiert und weg damit zur anderen Weide. Da stehen nun: "Troll" aus 2001 und "Trust", "Terz", "Trutz" und "Tell" aus 2002 und "Egmont", der Deckbulle. Und hier am Haus haben wir nun noch alle fünf Mutterkühe mit vier weiblichen Kälbern. Die Sortierung lief jedenfalls planmässig und ohne Katastrophen, von denen ich Euch berichten könnte. Und da so schönes Wetter war, haben wir noch den Unterstand total ausgemistet und frisch eingestreut, jetzt kann der Winter kommen (ja, wo isser denn?).
Die Pferde werden nicht viel geritten im Moment, da sie einen warmen Winterpelz haben und wenn wir sie nun bei 14° reiten, sind sie total nass geschwitzt, das ist auch nicht gesund für sie. Manche Leute scheren ihre Reitpferde, um eventuellen Erkältungsgefahren zu entgehen, aber damit fange ich gar nicht erst an. Denn dann müssen sie in der Box bleiben, wenn es doch kalt werden sollte. Also alles viel zu viel Aufwand, drum werden nur kurze Runden ab und zu mal gedreht, ansonsten haben sie eben mal Pause.
Insofern kann ich weiter nichts Aufregendes berichten. Leider finde ich hier im Netz niemals ein Galloway-Gif, aber Kühe gibts massenhaft, z.B. diese hier:

24.11.2003 Kleine Krankheiten und ein Supergewinn
Die Tiere, die draussen stehen, sind putzmunter. Aber meine häuslichen Mitbewohner meinen, sich mal ein paar kleine Zipperleins holen zu müssen. "Trixie", die Hündin, hat ein sogenanntes Ohrrandekzem und bekommt täglich eine extra angemischte Calendula-Ruta-Salbenmischung auf ihre Schlappohren geschmiert. "Ben", der Rüde, hat sich bei der Rückfahrt von Fehmarn seine Äuglein verkühlt und bekommt täglich "Bepanthen" ins Auge. Beide benehmen sich bei der Verarztung, als wolle ich sie kastrieren, woher haben die nur ihre Empfindlichkeiten? *g*
Also da hat doch mein lieber Mann angeblich einen Reisegutschein über 150 EUR gewonnen bei einem Rätsel. Der Reisegutschein gilt aber nur nach Antalya in der Türkei (also da, wo man im Moment nicht unbedingt hinfahren sollte) und nur in den nächsten beiden Monaten.
Und dann habe ich die Bedingungen und den Prospekt studiert. Also 7 Tage Hotel in einem ***Sterne Hotel kosten 149 EUR inkl. Flug. (Ein ***Sterne Hotel ist Gottweisswo und man muss die Anreise dorthin bezahlen). Will man also in ein *****Sterne Hotel in die Nähe des Strandes, kommen 56 EUR Aufschlag hinzu. Der Zuschlag für die Ferienzeit (wieso ist im November/Dezember Ferienzeit?) kostet 20,- EUR. Die Flugplatzgebühr kostet 25,- EUR. Das Frühstück für 7 Tage kostet 70 EUR. Die Halbpension, die man nehmen MUSS, ist preislich nicht angegeben. Und wenn man den (ich nehme an "Rheumadecken- oder ähnliches-") Ausflug nicht mitmachen will, kostet das nochmal 70 EUR. Wo gibts denn sowas, dass man bezahlen muss, wenn man an einem Ausflug NICHT teilnimmt? Wenn das Frühstück schon 10 EUR dort kostet, kann ich wohl locker 20 EUR für das Abendessen veranschlagen. Dann komme ich summa summarum für eine Person auf 531 EUR. Wäre für zwei Personen 1062 EUR. Ziehen wir dann den Gewinn von 150 EUR ab, kommen wir auf 912 EUR für zwei Personen an der türkischen Riviera, wo wir gar nicht hin wollen *g* und Bierchen oder Weinchen oder Wässerchen haben wir dann auch noch keines getrunken.. Sind also ca. 2000 DM (da wir immer noch in DM umrechnen als altmodische Leute *ähem*). Also ist dieser Gewinn leider reif für den Papierkorb und wir werden die nächsten beiden Monate brav in der Heide verbringen. Was ich mich dabei frage, ist: Sind andere Leute zu dämlich, um so etwas zu durchblicken oder bin ich zu intelligent? *hihi* Sonst würde doch so etwas gar nicht funktionieren, wenn jeder sich mal mit dem Prospekt beschäftigt! Da kann ich jedenfalls nur staunen.... Ob es wohl illegal ist, wenn ich hier die Anschrift veröffentliche? Neee, glaub ich nicht, vielleicht will einer von Euch ja eine Reise mit der Firma machen? *hihi* Also: G.u.V. Touristik Hermes Gmbh & Co. KG. in 33758 Schloss Holte-Stukenbrock (www.guv.de)
So, mehr fällt mir nicht ein, hier regnets still und leise vor sich hin und das wird wohl mehr oder weniger bei Euch auch so sein, wie ich hörte.
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