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Reisen 2004 / 2005


Eine Reise nach Dänemark im September 2005
(Die Fotos bitte anklicken zum Grösserwerden...)

Im September machten wir uns auf zu einer Reise nach Dänemark. Wir erwischten das schönste Wetter, dass Dänemark im Herbst zu bieten hat: Sonne bei ca. 25°. Die erste Zeit verbrachten wir auf der Insel Fejo, die nördlich von Lolland liegt, also in der Ostsee. Diese Insel ist auch in der Hochsaison wenig touristisch, aber in der Nebensaison erst recht eine Insel der Ruhe. Wenig Ferienhäuser gibt es, alle in dänischem Privatbesitz und die meisten sind gar nicht zu vermieten. Die Insel hat ca. 400 ständige Bewohner und wir waren die einzigen Deutschen dort. Ein Supermarkt und zwei Restaurants, wovon das eine eher ein Imbiss ist, hatten geöffnet und boten wenig kulinarische Genüsse. Also haben wir selbst gekocht, auf der Insel wächst sehr viel Obst und Gemüse. Das Haus hatte ich über das Internet gefunden - wo sonst. Wichtig waren die Suchbegriffe "Hund, Meerblick, Alleinlage" und genauso war es auch:

Es ist eine Insel für Individualisten, lange Spaziergänge und wenig Menschen trifft man. Ab und zu ein Tier oder der Blick auf eine andere Insel, in diesem Fall sogar eine unbewohnte - auch das gibt es in Dänemark.

Der Strand wird als Naturstrand bezeichnet, also kein wunderschöner Sandstrand (den fanden wir auf einer anderen Insel), aber was macht das schon, wenn man das Meer vor der Terrasse hat und solche Sonnenuntergänge bewundern kann?

 

Nicht nur Äpfel und Birnen, sondern auch Holunderplantagen gibt es auf Fejo. Bei uns in der Nordheide wächst auch viel Holunder, aber eine Holunderplantage hab ich noch niemals gesehen.
Und wer Angst vor Spinnen hat, der darf schon mal gar nicht nach Fejo fahren. Täglich wurden neue abenteuerliche Spinnennetze rund ums Haus gesponnen, es gab kaum ein Durchkommen, wenn man sie nicht täglich entfernte. Durch die grossen Holzterrassen, die an den dänischen Ferienhäusern üblich sind, ist viel Platz für Insekten, um sich dort zu verstecken. Und die Spinnen finden reichlich Nahrung.

Auf Fejo gibt es sogar eine Straussenfarm, ein pensionierter Biologieprofessor hält dort ein paar wenige afrikanische Strausse, riesige Tiere, zu denen ich aufsehen musste und die nicht ungefährlich sind. Er verkauft deren Fleisch, sozusagen ab Hof. In diesem Jahr haben sie auch gebrütet und es gab kleine "Sträusslein", aber ich war so fasziniert, dass ich sie nicht fotografiert habe :-) Sonst hat der Besitzer die Rieseneier in der Brutmaschine ausbrüten lassen. Wusstet Ihr, dass man von einem Straussenei 30 Omeletts machen kann? Ich fand die Tiere imponierend und witzig, aber der Kuschelfaktor fehlt eindeutig...

Zu unserem Ferienhaus gehörten nicht nur Fahrräder, sondern auch ein Kanu, mit dem wir auf der Ostsee herumschipperten, Trixie und Ben hatten grosse Freude daran, aber nur solange das Meer still war. Einmal war etwas Wellengang, das fand Trixie gar nicht lustig und wollte aussteigen.

Hier links ein kleiner Segelboothafen auf Fejo, hier rechts die Insel von der Fähre aus. Wenn man genau hinguckt, könnte man, wenn man denn wüsste, wo es liegt, unser Ferienhaus erkennen....

Wer mehr über die Insel Fejo erfahren möchte, klickt hier: www.fejo.dk

Ein Ausfl
ug auf die grössere Insel Lolland führte uns nach Knuthenborg, eine 6 Millionen m² (das müßten 600 Hektar sein, wenn ich nicht irre) große Parkanlage nach englischem Vorbild, die heute eine Art Safaripark beherbergt. 1864 wurde diese Anlage mit viktorianischen Gebäuden von einem englischen Architekten für die Familie Knuthenborg errichtet. Im Jahr 1969 wurden die ersten Tiere dorthin gebracht. Eine 7 Kilometer lange Mauer zieht sich um die Anlage. Wer sich dafür mehr interessiert: http://www.knuthenborg.dk
Zuerst wollte ich gar nicht rein, weil ich diese nachempfundenen Safariparks in Europa, wo man mit dem Auto durchfahren kann, nicht sonderlich mag. Meistens ein totales Getümmel, viel Abzocke und meistens unerfreulich für die Tiere. Da wir aber dann doch nicht unsere Neugierde bezähmen konnten und der Park auch nicht allzu teuer war, wagten wir es und waren begeistert. Selten habe ich so eine schöne Anlage gesehen mit soo viel Platz für die Tiere, die so zahm sind, das man aussteigen und sie anfassen kann. Wer kann schon von sich behaupten, in Dänemark mit einem weissen Kamel gekuschelt zu haben? Auf den folgenden beiden Bildern sieht man, wieviel Gelände diese Kamele haben und im Hintergrund auf dem rechten Bild die Ostsee.

Ponys und Lamas kommen dicht an die Autos heran, Füttern ist allerdings überall strengstens verboten. Das ist auch sehr vernünftig, sonst wären die Tiere doch allzu aufdringlich und so ist es auch schon ein komisches Gefühl, wenn die Tiere ins Fenster reingucken. Fragt sich dann, wer hier eigentlich im Zoo ist.

 

 

Ein Tigergehege gab es auch, wo man mit dem Auto hineindurfte, dazu wurde man durch eine doppelte Käfiganlage geschleust, damit kein Tiger entweichen kann, wenn ein Auto reinfährt. Natürlich durfte man hier nicht aussteigen, sondern sollte auch möglichst die Türen und Fenster geschlossen halten. Imposant der Tiger beim Mittagsschlaf, allerdings fand ich dieses Gehege irgendwie am wenigsten beeindruckend. Wo ist der Unterschied, ob ich einen Tiger durch ein Gitter begucke oder durch ein Autofenster? Insofern hat mir am meisten Freude gemacht, wo man aussteigen und die Tiere aus nächster Nähe begucken durfte.

Zudem gibt es riesige imposante alte Bäume, auch viele Nichtheimische, da die Besitzer der Anlage schon lange, bevor sie exotische Tiere dorthin holten, englische Parkanlagen nachempfanden.

Ja, wer kommt denn da anspaziert? Diese zwei Kamele gingen geradewegs auf unser Auto zu und wir dachten, die laufen uns glatt über die Kühlerhaube. Oder sie begehren Essbares. Aber wie gesagt, Füttern ist streng verboten und darum versuchen diese Tiere das gar nicht erst. Kurz vor unserem Auto machte das eine Kamel einen Schwenk nach rechts, das andere einen nach links und gingen stampfend und gefährlich nahe an unseren Aussenspiegeln vorbei. Hinter uns gesellten sie sich wieder zusammen und setzten ihren Asphaltspaziergang fort. Wo die hinwollten, weiss der Himmel.

Und auch hier sind uns wieder Strausse begegnet, verschiedene Rassen, grosse und kleine, diese hier schienen mir die gleichen zu sein wie auf der Straussenfarm von Fejo:

 

Diese vietnamesischen Wasserbüffel haben mich so fasziniert, dass ich auch hier ausstieg, um sie aus der Nähe zu fotografieren. Sind das nicht herrliche Dreckschweine??

Zum Abschied habe ich nochmals die weissen Kamele gekuschelt...

Dann verbrachten wir zwei Nächte in einem ehemaligen Priesterseminar, "Bed and Breakfast" gabs da und wir überbrückten die Zeit, bis unser zweites Haus in Marielyst frei war: In dem ehemaligen Priesterseminar haben wir in einem ganz neu renovierten Zimmer genächtigt und erhielten ein fürstliches Frühstück von den Besitzern, die sich mit der Renovierung dieses uralten Hauses sehr viel vorgenommen haben.

Marielyst liegt an der südlichsten Spitze von Dänemark, eine Fährverbindung geht von dort nach Rügen. Der schönste Strand Dänemarks ist dort zu finden und 7000 Ferienhäuser. Hier erwartete uns das, was man eigentlich von Dänemark erwartet: Ferienhäuser, wohin das Auge blickt, deutschsprechende Menschen, an jeder Ecke eine Kneipe und Touristenschnickschnack. Jedoch, da wir in der Nebensaison dort waren, war es relativ leer und deshalb sehr angenehm für uns. Den üblichen Touristenrummel mögen wir gar nicht. So jedoch war es möglich, den schönen Strand zu geniessen und herrliche Strandspaziergänge zu machen. Einen Abend wagten wir uns in ein Lokal und bestellten vom Buffet, 11 EUR pro Person, was ja okay ist. Nur die Rechnung war nicht okay, denn wir haben vier Bier getrunken und ein einziges Bier kostete 7 EUR. Das heisst: 4 Bier = 28 EUR. Da haben wir weiterhin lieber gekocht und unser billiges dänisches Bier aus dem Supermarkt im Ferienhaus getrunken....

Hier einige Eindrücke vom Strand in Marielyst, ein Ostseestrand wie aus dem Bilderbuch::

 

Unser Ferienhaus dort bei der Abreise:

Hier die geparkte Trixie, als ich mal wohin musste..... und daneben bin ich mit den Wuffis wieder vereint.

Oh, einen Tag waren wir auch in Kopenhagen, aber da habe ich gar keine Fotos gemacht und ansonsten dürft Ihr Euch nicht wundern, wenn ich hauptsächlich Strandfotos und Fotos von unserer "Safari" gemacht habe. Ich habe in diesem Urlaub vier Bücher gelesen, endlos lange geschlafen und mich erholt. Also müssen diese Fotos reichen, tun sie ja auch, gelle?

Tschüss, bis zur nächsten Reise auf dieser Seite?


Eine Reise nach Slowenien im September 2004

Über den Loibl-Pass erreichten wir Slowenien und wenn eine Sprache gesprochen wird, die man überhaupt nicht versteht, kommt man sich gleich gaaaaanz weit weg vor. Nicht mal Schilder konnten wir verstehen, man kommt sich vor wie ein Analphabet. Immerhin kann man sich auf Reisen nach Italien, Frankreich oder Spanien vieles zusammenreimen oder man lernt das ein oder andere Wort schnell. Nicht so in Slowenien. Ich konnte mir nicht mal die Ortsnamen von hier bis dort merken und habe jetzt schon wieder vergessen, wo wir eigentlich gewohnt haben. Muss ich eben nachgucken..
Ahja: Stara Fuzina am Bohinj See. Wir waren auf gut Glück dorthin gefahren und hatten aber keine Probleme, über die Touristinformation ein gemütliches Appartement mit eigenem Zugang bei einer ortsansässigen Familie zu mieten. Gleich am ersten Abend bekamen wir von dieser eine Flasche Wein geschenkt, aus einem Fass gezapft, da der Bruder der Familie weiter östlich in Slowenien Weinanbau betreibt.
Am nächsten Abend gingen wir mit der leeren Flasche rüber und wollten eine neue, volle kaufen. Sie sagte: "Nix kaufen, immer kommen, wenn leer, ich auffüllen, nix kaufen!" Oho, ein Appartment mit kostenlosem Weinkonsum - auch nicht schlecht *g*.
Von dort machten wir diverse Wanderungen, einige Rundfahrten mit dem Auto, eine Bootsfahrt über den See oder gingen einfach im See baden. Jede Wanderung und Ausflüge will ich hier nicht beschreiben, wer Lust hat, guckt in der Google, was man da machen kann oder hier:
http://www.bohinj.si/narava/natur_und_natursehensw_rdigkeiten_de.html

Hier der Bohinj See:

So ein klares Wasser war in dem See, oder könnt Ihr etwa die Fische nicht erkennen?

Jedenfalls sind wir mit dem Boot gefahren, geschwommen, haben Wasserfälle und Schluchten gesehen, herrliche Ausblicke in die Bergwelt genossen, Museen und Kirchen besucht, gut gegessen, gut geschlafen und sind gewandert, gewandert und nochmals gewandert. Wohin? Nach Kosijev dom na Vógarcu, nach Kocá na pl. Pri jezeru, nach Dedno polje oder auch zum Mostniski Slap - noch Fragen?


In Stara Fuzina haben wir am Dorfrand gewohnt mit Blick auf die Kuhweide - wie hier zu Hause. Die Kühe aus dem ganzen Dorf, es waren so ca. 15, wurden morgens von den diversen Besitzern auf "unsere" Weide gebracht und bimmelten da mit ihren Glocken vor sich hin. Das Erstaunliche für mich war, dass abends nur ein Mensch kam, die Pforte aufgemacht hat und die 6 verschiedenen Kuhparteien sich alleine auf den Heimweg zu ihrem menschlichen Milchzapfer gemacht haben. Und jede Kuh fand ihren Weg ganz allein, so konnte es vorkommen, dass man abends in einer Dorfkneipe auf der Terrasse beim Essen sass und plötzlich zwei Kühe alleine vorbeitrotteten - auf dem Weg nach Hause.
Dieses Halten von ein oder zwei Kühen ist aber leider auch vom Aussterben bedroht, nur alte traditionsbewusste Einwohner machen das noch so. Mit dem slowenischen Eintritt in die EU, der in diesem Jahr erfolgt ist, wird diese Tradition noch schneller aussterben als ohnehin schon.
Beim Spaziergang durchs Dorf.. ein Kettenhund, die Katzen liegen genau ausserhalb der Reichweite des Hundes!


Apropos Hunde: in Slowenien und Kroatien gibt es viele Hunde, viele in erschreckend kleinen Zwingern oder an der Kette. Allerdings konnte ich beobachten, dass die meisten Hunde dennoch ihren Auslauf bekommen. Entweder man geht mit ihnen auf Niederwildjagd oder tatsächlich mit ihnen spazieren oder man lässt sie einfach von der Kette, was bei uns zur Folge hatte, dass wir nicht nur zwei Hunde hatten, sondern meistens drei, weil irgendein Dorfhund mitgelaufen ist, der sich in "Trixie" verliebt hat. Es schienen mir meist friedfertige Hunde zu sein, keine verhaltensgestörten oder kampflustigen. Allerdings wurde uns erzählt, dass man sehr rigoros mit wilden freilaufenden Hunden umgeht, sie werden schlicht und einfach erschossen. Auch in Kroatien habe ich keine streunenden Hunde gesehen, ganz anders als sonst im Mittelmeerraum. In Kroatien wurde uns erzählt, die Jäger bekommen Punkte, wenn sie einen streunenden Hund schiessen und wenn sie genug Punkte beisammen haben, dürfen sie ein Trophäenwild schiessen, also so eines, wo man sich dann das Gehörn ins Wohnzimmer hängt....
Das streunende Hunde geschossen werden, ist zwar nicht schön, aber es hat zur Folge, dass man nicht diese bedauernswerten Geschöpfe wie in Spanien oder Griechenland sieht, halb verhungert oder krank oder verprügelt. Die Hunde, die ich sah, schienen gesund und gut ernährt zu sein. Auch waren die Menschen sehr freundlich zu unseren Hunden, sie wurden überall sofort gestreichelt und angefasst, von Kindern wie von Erwachsenen. Viel unbedarfter als die Menschen hier in Deutschland hatten die Leute dort keine Hemmungen, "Trixie" und "Ben" sogar ohne Ansprache von hinten anzufassen. Auch mit der Zimmersuche gab es keine Probleme.

Nun kehren wir mal von den Hunden zu den Kühen zurück.... In Slowenien war es nicht wie in Österreich oder der Schweiz üblich, alle Kühe und Schafe eines Dorfes über den Sommer auf die Alm zu schicken mit einem oder zwei Sennen. Nein, jeder Bauer hatte seinen eigenen Sennen, einen alten Vater, einen Cousin, einen überflüssigen Bruder oder sonst ein Familienmitglied, was den Sommer über auf die Alm geschickt wurde. Das hatte zur Folge, dass es auf den Almen immer gleich einen ganzen Haufen von Almhütten gibt, unten der Stall für das Schwein, die wenigen Schafe und die zwei oder drei Rindviecher, oben der Wohntrakt. Natürlich alles sehr simpel mit Plumpsklo, Wasser aus dem Brunnen und ohne Strom. Manche Hütten sind auch sogar über den Winter bewohnt worden, dazu gab es dann Hütten mit der Heulagerung.


Heute sind nur noch wenige dieser Almhütten so richtig "in Betrieb", werden also von Hirten bewohnt. Die meisten sind verfallen und das sieht alles ziemlich trostlos aus.


Andere sind aufgerüstet worden, teilweise mit fliessendem Wasser und Solarstrom, diese können von Touristen bewohnt werden, z.B. diese hier:

Wir haben uns diese Hütte von innen angesehen, da wir uns mit dem Gedanken tragen, mal so einen Almurlaub zu machen. Die Hütte gehört einem Ranger des Nationalparks und er benutzt sie zum Tiere beobachten oder auch zur Jagd. Im Nationalpark wird natürlich keine Trophäenjagd betrieben, sondern eben nur gezielt kranke Tiere geschossen. Diese Hütte ist für vier Personen, hat fliessend warmes Wasser, durch die Solarzelle auf dem Dach zwei Stunden am Tag Strom. Sie besteht aus drei kleinen Zimmern und einer Küche. 15 Minuten von der Hütte entfernt endet ein ca. 10 km langer Schotterweg, der nur von Anliegern genutzt werden darf. Das bedeutet, man müsste das Gepäck nur 15 Minuten lang schleppen. Zudem führt ein einstündiger Pfad nach unten ins Tal zum nächsten Dorf, also wenn einem die Decke auf den Kopf fällt, kann man sich innerhalb einer Stunde ins wilde Leben stürzen.

Anders als auf dieser Hütte, links vorne

Zu dieser Hütte muss man 2 Stunden Fussmarsch in Kauf nehmen mit allem Gepäck. Um überhaupt den Fussmarsch antreten zu können, muss man erst mal mit dem Auto eine Stunde lang über Serpentinen durch unwegsames Gelände gurken. Das betriebsame Leben ist also sehr weit weg......

Wieder andere wenige Hütten werden bewirtschaftet für die müden Wanderer.


Da gibt es natürlich Buttermilch, Käse, diverse Quarkspeisen, Brotzeit, Suppen oder Kuchen. In diesem Fall Estragonkuchen. Also so wie das auf Almen halt überall üblich ist. Sowieso ist die slowenische Küche sehr durch Österreich geprägt, man bekommt überall Palatschinken und dann auch so Zeugs, das aussieht wie Kaiserschmarrn, aber keiner ist. Viel Schweinefleisch und in Richtung Küste natürlich viel Fisch, der dann sehr mediterran zubereitet wird. Und gerade im Nationalpark gab es relativ viel vegetarisches Essen, dort trifft sich viel alternatives Volk aus Osteuropa. Und viele Extremsportler aus ganz Europa zum Rafting, Kajak fahren, Klettern, Mountainbike, Gleitschirmfliegen, Bergsteigen oder Extremwandern. Ich selbst empfand die Natur in diesem Nationalpark irgendwie noch unbezwungener als im Rest der Alpen, die Wege sind sehr steinig und teilweise mühsam zu begehen. Schlecht ausgeschildert und teilweise sehr weit. Das ist wohl der Grund, wieso man dort eher jüngere Leute antrifft als die österreichliebende Rentnergarde *g*.

Nun schaut Euch mal an, wie die "Wanderwege" in Slowenien teilweise aussehen:

Ist man dann irgendwo (oder auch nicht) angekommen, sieht man (und Hund) so aus:


Eigentlich gehört diese Tränke den Schafen und Kühen, aber Trixie hat sich mal drin erfrischt:


Slowenien zeichnet sich überall im Lande - also auch im flacheren Land, nicht nur im Gebirge - durch seine sogenannten "Heuharfen" aus - Gestelle, auf denen das Heu getrocknet wird.


Oder sie sind als Unterstand konstruiert und man kann landwirtschaftliches Gerät unterstellen. Später im Jahr werden Bohnen dort getrocknet, auch als Viehfutter.

Überall trafen wir slowenische blühende Gärten an, ob in den Dörfern oder ausserhalb. Jeder hat seinen kleinen Garten zum Selbstversorgen.

Hier eine Begegnung von Ben mit einer Kollegin, die fast so aussieht wie er, sie war aber doppelt so alt und doppelt so dick wie er :-)

Ich hoffe, Ihr habt durch die Fotos einen kleinen Eindruck der slowenischen Landschaft bekommen, die Menschen sind freundlich, man bekommt dort alles, was der Mensch braucht und vor allem ist es wesentlich billiger als Südtirol, das auf der gleichen Höhe liegt, aber zu Italien gehört. Aber das Wetter ist genauso gut wie dort. Und das war für uns das Wichtigste.
Eine Auswahl der vielen vorhandenen Fotos für diesen Bericht zu treffen, war nicht einfach, ich hoffe, ich habe Euch mit den Almhütten und den Heuharfen nicht zu sehr gelangweilt :-) Museen, Kirchen, Essen und Trinken hab ich nicht fotografiert, schliesslich ist diese Homepage hauptsächlich Natur und Tieren gewidmet und über slowenische Tropfsteinhöhlen oder andere Sehenswürdigkeiten kann man genügend in der Google finden. Wir selbst waren in keiner Tropfsteinhöhle und auch nicht in Lipica, das zu Slowenien gehört und wo die Lippizanerpferde täglich in einer Schau den Touristen vorgeführt werden. Wir halten uns gerne abseits der Orte, wo Reisebusse ihren Inhalt ausspucken und man in allen Ländern unverschämt abgezockt wird. Da fotografiere ich lieber Almhütten und Heuharfen und geniesse die Ruhe :-)

Zweiter Teil: Kroatien

Nach einer Woche in Slowenien machten wir uns weiter nach Süden auf, noch wärmeren Gefilden entgegen, nach Istrien ans Meer:

Dort hatten wir ein grosses Appartment und genossen einige ruhige Tage, auch die Hunde waren nach anstrengendem Schwimmen immer ziemlich müde:

Ben hatte eigentlich immer rote Füsse, denn die Ackererde in Kroatien sieht so aus:

Ein typisches Selbstauslöserfoto, sitzt man endlich richtig in Positur, dreht der Hund sich rum *g*:

Bei Ausflügen ins Landesinnere stellten wir fest, dass kroatische Kühe ganz anders aussehen als in Deutschland:

Kroatien hat im Landesinnern teilweise schöne Ortschaften, die liebevoll restauriert wurden. Teilweise findet man aber auch Gegenden, die ziemlich heruntergekommen sind, eine Folge der Landflucht. Ein besonders deprimierender Ort war im Reiseführer mit "morbidem Charme" beschrieben, man kann sich die Trostlosigkeit auch schönreden....

Hier nun einige Fotos von den positiveren Eindrücken:

Und immer wieder Katzen, Katzen, Katzen:

Bei unseren Ausflügen ins Landesinnere waren wir in dem Gebiet, in dem nach Trüffeln gesucht wird und es überall Trüffel zu kaufen und zu essen gibt. Mehr als ein Omelett mit Trüffelfüllung konnten wir uns allerdings nicht leisten und sooo umwerfend hat es denn auch nicht geschmeckt. Nunja, nicht alles, was es wenig gibt, muss auch gut schmecken :-)

Insgesamt hat mir Slowenien besser gefallen als Kroatien. Kroatien ist an der Adria sehr touristisch und im Landesinneren nicht so abwechslungsreich wie Slowenien. Dafür liegt es halt ziemlich weit südlich und kann mit einer schönen Küste locken. Die Menschen waren hier wie da immer freundlich und hilfsbereit und im September war von dem vielen Tourismus, der in den Sommermonaten herrscht, nicht so viel zu sehen. Insofern haben wir uns an der Adria wohl gefühlt und die zweite Woche war sehr erholsam mit viel Sonne und wenig Bewegung.

weitere Reisen aus 2004 und 2003: http://www.renate-prior.de/html/reisen.htm